Berlin - Falls es ihm etwas ausgemacht hat, dass er von der Kanzlerin diese Woche gleich zweimal zusammengefaltet worden ist, dann ließ es sich Jens Spahn am Mittwoch jedenfalls nicht anmerken. Die Sitzung im Bundestag begann mit der üblichen Stunde zur Regierungsbefragung. Dass Gesundheitsminister Spahn an der Reihe sein würde, stand schon länger fest. Neu war hingegen, dass die Regierungschefin kurz zuvor seine Pläne für flächendeckende Schnelltests kassiert hatte. Die sollen nächste Woche erst einmal mit den Ministerpräsidenten diskutiert werden.

Doch Spahn gab sich unverdrossen. Er pries die Schnelltests – ohne Angabe genauer Termine – als Chance. „Sie helfen uns, mehr Freiheit zu bekommen“, versicherte er. Wann, für wen und wofür – das musste leider offen bleiben. Und welche Freiheiten das sein könnten, bleibt der Fantasie der Beobachter überlassen. Von Öffnungen ist derzeit zwar viel die Rede. Es gibt kaum eine Partei oder ein Institut, das nicht bereits einen eigenen Stufenplan vorgelegt hätte. Doch die Zahl der Infektionen steigt gerade wieder. Und Angela Merkel macht keinen Hehl aus der Tatsache, dass sie derzeit nichts von einer Lockerung des Lockdowns hält.

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