Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble leitete eine Kommission aus Abgeordneten, die ein neues Wahlrecht erarbeiteten sollte. Eine Einigung kam nicht zustande.
Foto: Jörg Carstensen/dpa

Berlin - Am Dienstagnachmittag treffen sich Union und SPD zum Koalitionsausschuss. Vielleicht gibt es dann ja endlich eine Einigung zum Thema Wahlrechtsreform. Die Sache eilt jetzt wirklich: Nächstes Jahr wird gewählt, ab jetzt werden die Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahlkreise aufgestellt. Doch trotz jahrelanger Diskussion über das Thema sind die Fraktionen einer Einigung keinen Schritt nähergekommen.

Zwar wollen alle Parteien, dass der Bundestag zumindest nicht noch größer wird – über das Wie wird jedoch erbittert gestritten. 709 Abgeordnete sitzen im Berliner Reichstag, so viele wie noch nie. Das deutsche Parlament ist damit nach dem chinesischen Nationalkongress das zweitgrößte der Welt – und das größte demokratisch gewählte. Da das deutsche Wahlrecht keine Deckelung bei der Zahl der Bundestagsabgeordneten kennt, ist es durchaus realistisch, dass es nach der Wahl 800 oder noch mehr Parlamentarier gibt.

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