BerlinAuf das Jahr 2020 kann man nicht einfach so zurückblicken wie auf jedes andere in unserem Leben. Es hat uns etwas verdeutlicht, was seit vielen Jahrzehnten nicht mehr zu unseren persönlichen Erfahrungen gehört. Es gibt Dinge außerhalb des Üblichen, so furchtbar es auch jeweils sein mag, mit denen wir nicht gerechnet, die wir uns nicht haben vorstellen können. Die Pandemie haben wir nicht kommen sehen. Und von allen Dingen, die am Corona-Jahr so ermüdend sind, ist der Schreck darüber, etwas Unvorhergesehenem ausgeliefert zu sein, wohl besonders anstrengend.

Manche Jahre sind voller dramatischer Ereignisse, manche trudeln so dahin. Die Jahresrück- und Ausblicke in den Rundfunk- und Fernsehanstalten kennen seit Langem auch nur Variationen der gleichen Ereignisse. Klimaveränderungen und ihre dramatischen Folgen hier oder in Australien, Flüchtlingskatastrophen, lokale Kriege, Machtwechsel in verschiedenen Ländern, Terroranschläge, Rassismus, Antisemitismus. Das alles hat auch 2020 geprägt. Die globale Pandemie kam oben drauf. Ich mag diese Rückblicke gar nicht anschauen, sie sind so voll von Unrecht, Tod und Katastrophen. Manches davon geht mir direkt unter die Haut, anderes lässt mich nur hilflos zurück. Das ist auch dieses Jahr so.

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