Novavax ist für viele Mediziner der Geheimtipp unter den Corona-Impfstoffen. Das Unternehmen aus Gaithersburg im US-Bundesstaat Maryland hat zwar mit der Entwicklung seines Impfstoffs etwas länger gebraucht als einige der großen Konkurrenten. Doch bietet der von Gregory Glenn und seinem Forscherteam entwickelte Impfstoff einen aus Sicht vieler Experten wesentlichen Vorteil: Der Impfstoff mit dem Namen NVX-CoV2373 ist im Unterschied zu den bereits zugelassenen Impfstoffen weder ein mRNA-Impfstoff – wie die Präparate von Biontech und Moderna – noch ein Vektorimpfstoff wie der von Astrazeneca. Das Vakzin enthält winzige Partikel, die aus einer im Labor hergestellten Version des Spike-Proteins von Sars-CoV-2 bestehen.

Novavax hat mit der EU-Kommission eine Vereinbarung über den Kauf von bis zu 200 Millionen Dosen des vom Unternehmen entwickelten, rekombinanten Covid-19-Impfstoffs auf Nanopartikelbasis getroffen. Die Vereinbarung umfasst den Kauf von bis zu 100 Millionen Dosen des Impfstoffs mit der Option auf weitere 100 Millionen Dosen bis 2023. Der Impfstoff ist noch nicht von der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA zugelassen. Laut Angaben des Unternehmens wäre der Impfstoff das erste in der EU erhältliche Vakzin mit Proteinuntereinheiten. Anders als andere Anbieter arbeitet Novavax nicht auf der neuartigen mRNA-Basis.

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