Schwimmweste von Helly Hansen.
Foto: imago images/Thomas Holtrup

Berlin - Mein Sohn ließ sich einen Kapuzenpulli liefern, dunkelblau, auf der Brust der Herstellername „Helly Hansen“. Darüber, groß, die Lettern HH. Als er den Hoodie vorführte, höhnte ich, ob er denn – als Union-Fan – unbedingt mit dem Autokennzeichen einer Zweitligafussballmetropole herumlaufen müsse. Er grinste, und ich legte nach: Einige Mitbürger könnten den Doppelbuchstaben als politisches Statement betrachten. Dann googelte ich für ihn „Helly“ und „Heil“. Vordere Fundstellen: „Die Modemarken der Neonazis“, „Woran erkenne ich Rechtsextreme?“ und „Nicht eindeutige Kleidermarken“.

Ach wo, die Outdoor-Marke hat eindeutig nichts mit Nazis zu tun. HH sind die Initialen des Unternehmensgründers. Es ist nur so, dass einige das Logo als Akronym des Hitlergrußes lesen wollen. Manche, weil sie Nazis sind, andere, weil sie nach welchen suchen. Kokolores. Schiffskapitän Helly Juell Hansen eröffnete seine Bekleidungsfabrik 1877. Da war der „Führer“ noch Quark im Schaufenster.

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