Anhänger von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu  vor dem Bezirksgericht in Jerusalem.
Foto: dpa/ap/Ariel Schalit

Berlin - In jüngster Zeit ist im Zusammenhang mit der „Mbembe-Debatte“ der Antisemitismusbegriff in der deutschen Öffentlichkeit kontrovers diskutiert worden. Dabei steht insbesondere die von der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) im Jahr 2016 verabschiedete Arbeitsdefinition Antisemitismus in der Kritik. So beklagte etwa die emeritierte Professorin für Literaturwissenschaft Aleida Assmann in der vergangenen Woche in der Berliner Zeitung: Die Einbeziehung „Israel-kritischer Haltungen“ in die Definition durch die IHRA führe dazu, dass nicht mehr unterschieden werde „ob diese Kritik das Existenzrecht des Staates Israel betrifft oder die aktuelle Politik der jeweiligen Regierung.“ Es sei ein allgemeines Klima des Misstrauens und Verdachts entstanden, das die Arbeit von Intellektuellen blockiere. Deutschland provinzialisiere sich durch die Anwendung dieses Antisemitismusbegriffs und schlage einen neuen Sonderweg ein.

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