Michael Bohmeyer, Aktivist für das bedingungslose Grundeinkommen.
Foto: Berliner Zeitung/Markus Wächter

Berlin - Büro-Yoga ist Teil seiner Morgenroutine. Michael Bohmeyer hat keine Schuhe an. Barfuß, in Jogginghose und T-Shirt sitzt er auf einem Stuhl und wippt hin und her. Der Mann, der sich so entspannt präsentiert, steht hinter dem Verein „Mein Grundeinkommen“. Seit 2014 zahlen er und seine Kollegen Menschen Geld aus, damit sie leben können. 650 Menschen haben bereits jeweils ein Jahr lang ein bedingungsloses Einkommen von monatlich 1000 Euro von Bohmeyers Verein bekommen. „Unsere Gesellschaft verändert sich in einem noch die da gewesenen Tempo. Mit dem Internet haben wir die Notwendigkeit, unsere Systeme anzupassen“, sagt Bohmeyer. Das industrielle Zeitalter neige sich dem Ende zu, glaubt er. „Das Grundeinkommen ist ein Werkzeug, den Prozess zu etwas Neuem besser bestreiten zu können.“

Michael Bohmeyer ist 36 Jahre alt. Mit 16 hat er sich selbst das Programmieren beigebracht, ist seitdem selbständig und hat unter anderem ein Social-Network und eine Internetagentur gegründet. Er habe somit schon immer das Privileg gehabt, seinen Interessen folgen zu können, da der Markt seine Fähigkeiten honoriere. Daneben erarbeitet Bohmeyer Kampagnen für das Grundeinkommen und brütet über neuen Konzepten. Das, was er tut, entspreche keinem bestimmten Berufsbild.

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