Die Subventionen, die die EU in der Corona-Zeit plant, wirken noch sehr unpräzise.
Foto: imago stock&people

Berlin - Wenn derzeit von den Milliarden- und Billionensummen geredet wird, mit denen die Corona-Krise bewältigt werden müsse, fällt oft das Wort „Marshall-Plan“. Das geschieht in einem Ton, als habe US-Präsident Harry S. Truman 1948 Manna über dem zerstörten Westeuropa abgeworfen. Davon kann keine Rede sein. Von dem nach dem damaligen US-Außenminister George C. Marshall benannten Hilfsprogramm profitierten bis 1952 insgesamt 16 westeuropäische Staaten. Der Gesamtumfang betrug 12,4 Milliarden Dollar. Davon flossen 1,3 Milliarden in die 1949 gegründete Bundesrepublik – als Kredit. Um die Größenordnungen zu verstehen, muss man wissen, dass der Bundeshaushalt 1950 gut 16 Milliarden D-Mark umfasste, ein US-Dollar 4,20 D-Mark entsprach und die US-amerikanischen Hilfen über vier Jahre verteilt flossen. Dann war Schluss.

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