Michael Ballweg auf einer Kundgebung Anfang Mai in Stuttgart
Foto: Arnulf Hettrich/imago

Berlin - Die Stuttgarter SPD-Politikerin Jasmin Meergans war am vergangenen Sonnabend nicht auf der großen Demo in Berlin, auf der bis zu 20.000 Menschen ohne Masken und auf engstem Raum gegen die Corona-Maßnahmen protestierten. Sie hat im Fernsehen und auf Fotos aber viele von jenen wiedererkannt, die auf der Straße des 17. Juni den „Tag der Freiheit“ ausriefen und damit die Abkehr von den Vorsichtsmaßnahmen gegen das Coronavirus meinten. 

Die Großdemo, die seit dem Wochenende für heftige Diskussionen in Deutschland sorgt, wurde nämlich im Süden der Republik geplant und dann in die Hauptstadt exportiert. Das Bündnis „Querdenken 711“, das die Demo in Berlin organisierte, ist eine Stuttgarter Gründung und gewissermaßen die Mutter der Corona-Leugner. Zwar wurde auch in anderen Städten gegen die Pandemie-Auflagen protestiert, doch die Initiative „Querdenken 711“ setzte schon Mitte April eine Kundgebung gegen ein städtisches Versammlungsverbot durch. Ihr Initiator Michael Ballweg war dafür bis vors Bundesverfassungsgericht gezogen. Es habe damals viel Beunruhigung vor dieser ersten Demonstration gegeben, sagt Janine Meergans. „Das war vor allem, weil sich zum ersten Mal nach dem Lockdown so viele Menschen an einem Ort versammelt haben.“

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