Delegierte stimmen beim Parteitag (30.11.19) der AfD in Niedersachsen, Braunschweig ab.
Delegierte stimmen beim Parteitag (30.11.19) der AfD in Niedersachsen, Braunschweig ab.
Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Berlin -  In den 1990er-Jahren gab es wenige Experten zum Thema Rechtsextremismus. Damals galt die Beschäftigung damit als Nestbeschmutzerei im Osten und als Einzelfallerei im Westen. Die wenigen, die im Feld unterwegs waren, lokale und regionale Erhebungen machten, mit Leuten sprachen, diese wenigen Experten– zu denen unter anderen Bernd Wagner, Dierk Borstel und ich gehörten – mussten sich allerlei anhören. Es hieß, wir wären das Problem.

Weil dadurch, dass man über Rechtsextremismus redete, schlafende Hunde geweckt würden. Die „Westmedien“, wie die „Lügenpresse“ damals noch hieß, würde dann herbeieilen und falsch berichten. Dadurch erlitte die Region einen Imageschaden. Dadurch würden Touristen oder Industrie ausbleiben, dadurch gingen Arbeitsplätze verloren und so würden die Menschen natürlich und zwangsläufig rechtsradikal. So klar. So logisch. So falsch.  

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