Thilo Cablitz, Pressesprecher der Berliner Polizei.
Foto: Christian Schulz

Berlin - Es gibt verschiedene Möglichkeiten, auf Rassismus und Ausgrenzung zu reagieren. Man kann aufbegehren, bitter werden, resignieren. Man kann die Kränkungen weglächeln. Oder so tun, als ob es sie nicht gäbe.

Thilo Cablitz hat einen anderen Weg gewählt, um mit seinen Erfahrungen umzugehen. Er ist 42 Jahre alt. 42 – das ist auch die Anzahl der Jahre, die er bisher Zeit dafür hatte, einen Umgang mit Ausgrenzung einzuüben. Seit seiner Geburt also. So kann man vielleicht formulieren. Er hat nichts akzeptiert. Er hat eine Sensibilität für rassistische Aussprüche, Verhaltensweisen und Strukturen entwickelt. Aber er wirkt nicht wütend. Eher nachdenklich. Darüber hinaus hat er gerade den Wunsch in sich entdeckt, über seine Erfahrungen zu sprechen, damit sich etwas ändert. Damit Hautfarbe und Herkunft weniger wichtig werden und Kinder – auch seine beiden eigenen – und Jugendliche weniger bittere Erfahrungen damit machen müssen.

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