Nach der heftigen Kritik an seinen früheren Äußerungen über Intimitäten mit Kindern verzichtet der Europapolitiker Daniel Cohn-Bendit auf den Deutsch-Französischen Medienpreis. Der 68-Jährige bestätigte am Montag Angaben des Saarländischen Rundfunks (SR), wonach seine Erfahrung mit dem negativen Echo rund um die Verleihung des Theodor-Heuss-Preises ausschlaggebend für die Entscheidung war.

Bei der Vergabe eines von Medien vergebenen Preises wenige Wochen vor der Bundestagswahl würde vermutlich erneut diskutiert, ob man zur Verleihung gehen dürfe, und nicht, weshalb er den Preis bekomme, sagte der 68-Jährige auf Anfrage. „Dann wird das instrumentalisiert im Wahlkampf.“ Dies sei unwürdig für den Preis. „Und deswegen sage ich: Ich kann auch ohne den Preis leben, ich weiß, was ich für Deutschland und Frankreich getan habe.“ Vielleicht werde man darüber zu einer anderen Zeit in einem anderen Zusammenhang reden können.

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