Osnabrück - Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) verlangt zum Europäischen Tag des Notrufs 112 mehr Rücksicht auf die Helfer im Rettungsdienst. „Es ist besorgniserregend, dass vor allem bei Verkehrsunfällen Rettungskräfte oftmals von Schaulustigen behindert oder beleidigt werden“, sagte Gerda Hasselfeldt der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Die Berichte darüber häuften sich in erschreckender Weise. „Zum Respekt gegenüber den Helfern gehört auch die Einhaltung der Rettungsgasse nach Verkehrsunfällen.“ Manchen Gaffern seien Handy-Aufnahmen von Verletzten offenbar wichtiger als der Zugang der Helfer zum Unfallort.

Bei Einsätzen komme es oft auf jede Minute und Sekunde an. Sie habe „null Verständnis“ für Gaffer und auch für jene, die Helfer beschimpfen und beleidigen, sagte Hasselfeldt. „Es war richtig, dass die Strafen für solche Delikte vom Gesetzgeber verschärft worden sind.“ Verstöße müssten konsequent geahndet werden.

Großes Twitter-Gewitter der Berufsfeuerwehren

Bei einer Befragung von 96 Rettungsteams des DRK im vergangenen Sommer hatte sich gezeigt, dass nur in etwa jedem sechsten Fall der ausgewerteten Einsätze spontan eine Rettungsgasse gebildet wurde. Bundesweit wollen Feuerwehren an diesem Montag über ihre Einsätze bei Twitter informieren. 41 Berufsfeuerwehren beteiligen sich an der Aktion „Twitter-Gewitter“. (dpa)