Das Eingangsportal des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau.
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BerlinEinen Tag vor dem ersten Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Auschwitz hat Deutschland der Stiftung Auschwitz-Birkenau finanzielle Unterstützung zugesagt. Bund und Länder hätten sich geeinigt, gemeinsam 60 Millionen Euro an die Organisation zu zahlen, sagte Merkel nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten am Donnerstag in Berlin. Darüber sei sie „sehr froh“.

Das Geld werde „die Möglichkeiten der Erhaltung“ der Gedenkstätte verbessern, sagte Merkel. „Deshalb ist das eine gute Botschaft, die ich morgen mit nach Polen nehmen kann.“ Merkel reist am Freitag auf Einladung der Stiftung zu deren zehnjährigem Bestehen nach Auschwitz.

Die Stiftung Auschwitz-Birkenau war 2009 mit dem Ziel gegründet worden, den Erhalt der Gedenkstätte auf dem Gelände des ehemaligen deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers sicherzustellen. Dazu soll ein Fonds mit insgesamt 120 Millionen Euro aufgebaut werden.

Im größten Vernichtungslager der Nationalsozialisten wurden etwa eine Million Menschen ermordet. Auch für nachfolgende Generationen müsse die Gedenkstätte als Mahnmal des unerträglichen Gräuels erhalten bleiben, teilte die nordrhein-westfälische Landesregierung mit. Sie hatte den Beschluss initiiert. „Rechtzeitig vor dem 75. Jahrestag der Befreiung des Lagers Auschwitz-Birkenau setzen Bund und Länder ein starkes Signal: Deutschland steht weiterhin uneingeschränkt zu seiner historischen Verantwortung“, betonte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU).