Tokio -  Wenn Politiker aus Deutschland oder der Europäischen Union über Japan sprechen, fällt meistens das Wort „Wertepartner“. Wie die westlichen Staaten ist das 9000 Kilometer entfernte ostasiatische Land eine liberale Demokratie. Es gibt eine unabhängige Justiz, Marktwirtschaft und regelmäßige Parlamentswahlen. Insofern sehen viele deutsche Diplomaten in Japan einen asiatischen Leuchtturm der Demokratie. 

Nun soll Japan aber mehr werden als bloß ein Partner der Werte. Am 13. April trafen sich erstmals die Außen- und Verteidigungsminister Japans und Deutschlands, also der dritt- und viertgrößten Volkswirtschaften der Welt, um eine formale Kooperation zu vereinbaren. Das Bundesverteidigungsministerium berichtet auf seiner Website: „Im Bereich Rüstung und Cybersicherheit würden sich durch das Abkommen Möglichkeiten einer vertieften Kooperation ergeben.“ Besagtes Abkommen soll nun auf den Weg gebracht werden. Dabei denken die zwei „Wertepartner“ in diversen Szenarien: Auch gemeinsame Militärübungen sind geplant.

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