Deutschlandtrend: Deutsche haben keine Angst vor Terroranschlägen

Hamburg - Trotz der zahlreichen Diskussionen um die Terrorgefahr in Deutschland fühlen sich 73 Prozent der Bürger alles in allem in Deutschland eher sicher. 26 Prozent fühlen sich eher unsicher. Das geht aus einer Umfrage des ARD-Deutschland-Trends von Montag bis Dienstag dieser Woche hervor.

Splittet man dies nach Parteianhängern auf, überwiegt nur bei den Anhängern der AfD ein Gefühl der Unsicherheit: 66 Prozent der AfD-Anhänger fühlen sich in Deutschland mehrheitlich unsicher. Nur 34 Prozent der AfD-Anhänger fühlen sich sicher.

57 Prozent der Bürger sind der Auffassung, dass Deutschland gegen terroristische Angriffe alles in allem gut geschützt ist (+2 Punkte im Vergleich zu August 2016). 39 Prozent halten den Schutz hingegen für unzureichend. 43 Prozent geben an, dass sie in ihrem Alltag verstärkt auf verdächtig aussehende Personen und Gegenstände achten (-3 im Vergleich zu August 2016). 56 Prozent der Befragten tun dies nicht.

Viele für mehr Videoüberwachung

36 Prozent meiden große Menschenansammlungen, wie z.B. in Flughäfen und Bahnhöfen (-5 im Vergleich zu August 2016); 62 Prozent tun dies nicht. 79 Prozent der Befragten finden, dass die Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen ausgeweitet werden sollte (-3 Punkte im Vergleich zum Januar 2016). 19 Prozent sind gegenteiliger Meinung.

Das Vertrauen in die Polizei ist ungebrochen groß: 88 Prozent der Befragten haben großes oder sehr großes Vertrauen in die Polizei (+4 Punkte im Vergleich zum Oktober); 11 Prozent haben weniger bzw. gar kein Vertrauen. Die deutschen Geheimdienste genießen dagegen deutlich weniger Vertrauen: 36 Prozent der Bürger haben großes bzw. sehr großes Vertrauen in die deutschen Geheimdienste (-2 im Vergleich zu Januar 2016); 54 Prozent haben weniger oder gar kein Vertrauen. (red)