Berlin - Über die Zukunft unserer Ernährung und unserer Landwirtschaft, heißt es immer wieder, entscheiden wir alle – auf unseren Tellern. Liegt da Fleisch mit Soße drauf oder leckere geraffelte Pastinake mit knackigem Brokkoli? Kaufen wir Bio mit Demeter-Mondscheinzuschlag oder den Vorteilspack im Discounter? Man kann dieser Logik folgen und in seiner kleinen Welt große Verantwortung übernehmen. Wenn die Welt da draußen sich trotzdem nicht ändert, sollte man den Blick auf Entscheidungen richten, die anderswo getroffen werden.

An diesem Freitag um 11 Uhr zum Beispiel werden sich sieben Frauen und zehn Männer an ihre Rechner setzen. Die Agrarminister von Bund und Ländern kommen zu einer Sondersitzung zusammen. Sie beraten darüber, wie in den nächsten sechs Jahren rund 40 Milliarden Euro an die deutsche Landwirtschaft verteilt werden. Ihre technokratische Aufgabe lautet, einen nationalen Strategieplan für die Vergabe der EU-Direktzahlungen zu erarbeiten. Aber dahinter steht eine politische Herausforderung, die viel größer ist.

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