Allianzen deutscher Unvernunft auf einer Demonstration in Düsseldorf
Foto: Imago Images

Berlin - Vor ein paar Tagen, es war kurz nach den Corona-Protesten, wachte ich mitten in der Nacht auf. Der Lärm der Demos klang mir noch in den Ohren. Er war wie ein Dröhnen, wie ein Schrei nach Freiheit aus der Sehnsucht nach Unfreiheit. Die Demonstranten fühlten sich vereint aus den vielen Wurzeln deutscher Befindlichkeit. Ob Reichsfahne oder ein im Lautsprecher plärrendes Ommmmm alternativer Heilkünstler, das war nicht bunt, sondern eine gefühlte Gemeinschaft. Ganz im Sinne der deutschen Tradition von Heidegger, Steiner, Jünger, die heute wieder modern sind. Schon damals vermochten sie mühelos, das Anthroposophische mit dem Militanten zu verbinden.

Den vielen Aktionen und Fortbildungen gegen Verschwörungstheorien und der Verstrickung der „Querdenker“ mit der rechtsextremen Szene zum Trotz waren 38.000 Menschen nach Berlin gekommen. Aufklärung hilft nicht immer, dachte ich noch vor dem Einschlafen.

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