Bundeskanzlerin Merkel (CDU) und Innenminister Seehofer (CSU) wollen zusätzlich rund 1500 weitere Migranten von den griechischen Inseln aufnehmen.
Foto: dpa/Carsten Rehder

Berlin - Grüne und Linke drängen auf die Aufnahme weiterer Flüchtlinge aus Lesbos. Auch die SPD fordert, dass Deutschland mehr als die bereits zugesagten 150 unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge ins Land holt. Nun bewegt sich offenbar auch die Union und bietet die Aufnahme von zusätzlich 1500 Eltern und Kindern an. Damit ein Geflüchteter von den griechischen Inseln nach Deutschland kommen kann, braucht es allerdings mehr als nur den politischen Willen. Es gilt, einige Hürden zu überwinden.

„Wenn wir über Moria sprechen, hat zunächst einmal Griechenland die Verantwortung, das heißt, ohne die griechische Regierung geht nichts“, sagt Chris Melzer, Pressesprecher des Flüchtlingswerks UNHCR (United Nations High Commissioner for Refugees) in Deutschland, der Berliner Zeitung. Auch ein Sprecher des Bundesinnenministeriums gibt zu bedenken, dass Griechenland einer Umsiedelung der Geflüchteten auf Lesbos skeptisch gegenüberstehe. Die dortige Regierung geht davon aus, dass Migranten das überfüllte Flüchtlingslager Moria angezündet haben. Durch ihre Ablehnung, die ehemaligen Bewohner des Lagers aufs Festland oder in andere EU-Staaten zu verlegen, will sie Migranten in anderen Lagern verdeutlichen, dass sich Brandstiftung nicht lohne. Stattdessen treiben die Behörden den Bau einer neuen Zeltstadt voran.

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