Berlin - Der nächste Bundestag steht vor – mindestens – zwei historischen Aufgaben. Er muss die Grundlagen dafür legen, dass Deutschland die Folgen der Coronakrise bewältigt. Und er muss die Grundlagen dafür legen, dass Deutschland die Folgen der Klimakrise bewältigt. Beides kostet zunächst sehr viel Geld. Und daneben gibt es ja auch noch höchst berechtigte Wünsche in der Gesellschaft: das Gesundheitssystem besser auszustatten, niedrig bezahlte Leistungsträger – etwa in der Pflege – besser zu bezahlen, das Bildungssystem gerechter zu gestalten und vieles mehr. Gern wüsste man insbesondere von der mutmaßlich stärksten Kraft im nächsten Parlament, der Union, wie sie die nötigen Mittel aufbringen und verteilen möchte.

Die Einlassungen der Regierungspartei sind jedoch derart wolkig, dass ihr Spitzenkandidat Armin Laschet am Wochenende selbst mit einer Äußerung Schlagzeilen machte, die in ihrer Banalität geradezu herzergreifend war. Es werde keine Steuererleichterungen geben, dazu fehle das Geld, erklärte Laschet. Es wird in den nächsten Monaten und Jahren aber auch nicht um Erleichterungen gehen. Die eigentliche Frage vermied Laschet gekonnt: Wer trägt die Kosten der Krisen? Wen will die Union besser stellen, wessen Status quo wahren – und wen stärker in die Pflicht nehmen.

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