Berlin - Nach der Wahl von Joe Biden zum 46. Präsidenten der Vereinigten Staaten wächst in der deutschen Politik die Hoffnung auf eine Wiederbelebung des Multilateralismus und der transatlantischen Partnerschaft – dessen also, was jahrzehntelang als weltpolitische Normalität galt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) schrieb an den demokratischen Wahlsieger, dass mit seiner Wahl „die Hoffnung auf Verlässlichkeit, Vernunft und die beharrliche Arbeit an Lösungen in einer unruhigen Welt“ verbunden sei. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wünschte Biden „von Herzen Glück und Erfolg“. „Unsere transatlantische Freundschaft ist unersetzlich, wenn wir die großen Herausforderungen dieser Zeit bewältigen wollen.“ Außenminister Heiko Maas (SPD) warb für einen Neustart der Beziehungen zu den USA. „Wir wollen in unsere Zusammenarbeit investieren, für einen transatlantischen Neuanfang, einen New Deal.“

Nach Bekanntgabe der vorläufigen Endergebnisse aus 48 der 50 US-Bundesstaaten stand am Sonnabend fest, dass Biden einen nicht mehr einholbaren Vorsprung gegenüber Amtsinhaber Donald Trump hat. Nach Zahlen des Fernsehsenders Fox News kann Biden mit 306 Wahlmänner-Stimmen rechnen, Trump mit 229. Auch die absolute Zahl der Wählerstimmen für Biden liegt demnach deutlich über dem Ergebnis für Trump.

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