Berlin - Alles auf Anfang – die Doktorarbeit der Bundesfamilienministerin und designierten Berliner SPD-Spitzenkandidatin Franziska Giffey muss neu überprüft werden. Das hat der Präsident der Freien Universität (FU) Berlin am Freitag mitgeteilt. Giffey hatte in ihrer Arbeit Werke anderer Autoren zitiert, ohne dies ausreichend kenntlich zu machen. Dafür hatte ihr das Präsidium der FU vor einem Jahr eine Rüge ausgesprochen. Jetzt hat man die eigene Entscheidung kassiert.

Vorausgegangen war die Veröffentlichung mehrerer Gutachten, die das Instrument der Rüge für rechtlich unzulässig erklärten. Am Donnerstag war das Ergebnis eines Gutachtens bekannt geworden, das die FU selbst in Auftrag gegeben hatte. Darin kam der Rechtswissenschaftler Ulrich Battis zu dem Schluss, dass das Instrument der Rüge durchaus angemessen sei – allerdings nur in einem minderschweren Fall. Vonseiten der FU hieß es, dass ein minderschwerer Fall im Schlussbericht des Prüfungsgremiums für die Dissertation „nicht dargetan worden“ und daher eine erneute Prüfung durchzuführen sei. „Frau Dr. Giffey wird die Möglichkeit der Stellungnahme zur beabsichtigten Aufhebung der Rüge-Entscheidung gewährt“, hieß es weiter. Man werde über die weiteren Schritte informieren. Ein genauer Zeitpunkt stehe dafür aber noch nicht fest.

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