Berlin - Die weltweite Religionsfreiheit ist zunehmend in Gefahr. Das ist das Ergebnis eines Berichts der Bundesregierung, den der Bundesbeauftragte für weltweite Religionsfreiheit, Markus Grübel, am Mittwoch in Berlin vorstellte. „Religionsfreiheit ist ein fundamentales Menschenrecht. Doch drei von vier Menschen leben in einem Land, das ihre Religions- oder Weltanschauungsfreiheit einschränkt“, sagte Grübel, der auch der CDU-Bundestagsfraktion angehört. Christen seien – als Angehörige der weltweit größten Glaubensgemeinschaft – besonders betroffen, aber auch andere Gläubige litten vermehrt unter Diskriminierung und Verfolgung.

Der Bericht, der in Zusammenarbeit mit dem Bundesentwicklungsministerium und dem Auswärtigen Amt erstellt wurde, verweist auf Zahlen, denen zufolge 52 Regierungen Religionsgemeinschaften hohe oder sehr hohe Einschränkungen auferlegt haben. Die Zahl der Länder, in denen Menschen Feindseligkeiten im Zusammenhang mit Religion erleben, ist laut Bericht von 2007 bis 2017 von 39 auf 56 Staaten gestiegen. Atheisten würden in 23 Staaten diskriminiert oder verfolgt. In elf Staaten drohe Menschen, die ihre Glaubensgemeinschaft verlassen oder wechseln wollen, die Todesstrafe.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.