Berlin - Die grüne Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt hat der FDP vorgeworfen, sich in der Klimapolitik der AfD anzunähern. Anlass ist ein aktueller Tweet von FDP-Generalsekretärin Nicola Beer. „Die FDP stilisiert sich immer mehr zum Klimaleugner und macht sich Positionen der AfD zu eigen“, sagte Göring-Eckardt dieser Zeitung.

„Damit widerspricht die FDP zudem den klaren Aussagen von Wissenschaft und Forschung.“ Sie fügte hinzu: „Ich fordere eine klare Stellungnahme von Christian Lindner, sich von den wissenschaftsfeindlichen Äußerungen seiner Generalsekretärin zu distanzieren oder zu erklären, ob er sich diese Position zu eigen macht. Ist der Klimawandel für die FDP real oder nur Fakenews?"

Beer hatte den Grünen bei Twitter einen „Angstwahlkampf“ vorgeworfen und das „angebliche Auftreten von mehr Extremwetterereignissen“ als Fake News bezeichnet. Sie reagierte damit ihrerseits auf einen Tweet der Grünen, indem es heißt: „Das Wetter spielt verrückt. Es gibt immer mehr Extremwetter. Schuld ist die Klimakrise.“ Nur die Grünen wollten echten Klimaschutz.

Dass extremes Wetter Folge des Klimawandels ist, ist unter Klimaforschern weithin Konsens. Der Hurrican „Harvey“ über Texas und den US-amerikanischen Nachbarstaaten gilt als Beleg dafür. Durch den Klimawandel erhitzen sich die Weltmeere. Dadurch entsteht Feuchtigkeit, die sich bei Gelegenheit über Land entlädt.