Michael Neuhaus, einer der acht Bundessprecher der Linksjugend [ˈsolid].
Foto: linksjugend [ˈsolid]

BerlinLinkenpolitikern haftet häufig das Image des Russlandverstehers an – und das nicht ohne Grund. So versuchen einige beispielsweise, Putins Verantwortung am Giftanschlag auf den Oppositionsführer Alexei Nawalny zu relativieren. Der Jugendverband der Partei grenzt sich scharf von solchen Positionen ab. Im Interview mit der Berliner Zeitung kritisiert Michael Neuhaus, einer der acht Bundesprecher der Linksjugend [ˈsolid], den Kuschelkurs von Linkenpolitikern mit autoritären Regimen und fordert Solidarität mit den Unterdrückten.

Berliner Zeitung: Der russische Oppositionsführer Alexei Nawalny machte vor kurzem im Spiegel-Interview Putin für den Giftanschlag auf ihn verantwortlich. Einige Linken-Politiker zweifelten jedoch vor einiger Zeit Putins Schuld an. Gregor Gysi meinte in einem Radiointerview beispielsweise, dass Putin nicht vom Tod Nawalnys profitieren würde. Bei Berlin Direkt nannten Sie solche Äußerungen Verschwörungstheorien, die der Relativierung der Unterdrückung der russischen Opposition dienten. Warum vertritt die Linksjugend im Fall Nawalny eine andere Position als viele Spitzenpolitiker der Linken?

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.