Die „Kursk“ (links) war ein mit Marschflugkörpern bestücktes Atom-U-Boot. Hier eine Aufnahme aus dem Januar 2000.
Foto: ITAR-TASS/AFP

Moskau - Der erste Schlag war noch schwach, aber zwei Minuten und 15 Sekunden später, gegen 11.28 Uhr, spürten die Seeleute der russischen Kriegsschiffe im Manövergebiet eine viel heftigere Erschütterung – der Rumpf des Kreuzers „Pjotr Weliki“ erzitterte, auf Alaska schlugen Seismografen aus.

Zwei Minuten und 15 Sekunden besiegelten den Untergang des Atom-U-Bootes K-141 „Kursk“ und seiner 118 Besatzungsmitglieder. Niemand weiß, wer von ihnen bei der Explosion eines leckenden Übungstorpedos im Bug umkam, wer beim Kampf gegen das sich ausbreitende Feuer. Und wer starb, als sich fünf bis zehn weitere Torpedo-Sprengköpfe entzündeten und mit der Gewalt mehrerer Tonnen TNT ein großes Loch in den 154 Meter langen Rumpf rissen. Aber ein Teil der Mannschaft überlebte und wartete in der neunten Sektion der „Kursk“ auf Rettung. Sie warteten auf dem Meeresgrund, in 104 Metern Tiefe.

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