Leid und Verheerung in Beirut am 4. August dieses Jahres. Aber wie konnte es zu dem Unglück kommen, das zu den stärksten nichtnuklearen Explosionen der Menschheitsgeschichte zählt?
Foto: AP/Hussein Malla

BeirutAls die Explosion den Hafen der libanesischen Hauptstadt Beirut am 4. August verwüstete, mehr als 180 Menschen tötete und Tausende verletzte, war die Druckwelle noch auf der 240 Kilometer entfernten Mittelmeerinsel Zypern zu spüren. „Ich musste sofort an Mari denken“, sagt Milad Papajorgu, ein Rentner in der zyprischen Hafenstadt Larnaka. Wie viele Zyprioten fühlte er sich an den Juli 2011 erinnert, als ein Munitionslager im Dorf Mari an der Südküste Zyperns explodierte. Die Detonation zerstörte das größte Kraftwerk der Insel und tötete 15 Menschen. Das Unglück zählt wie das von Beirut zu den stärksten nichtnuklearen Explosionen der Menschheitsgeschichte.

Auf der zyprischen Marinebasis in Mari lagerte damals seit Jahren beschlagnahmte Munition, die wie die Explosivstoffe in Beirut nach dem Ausbruch eines Feuers in die Luft flog. In beiden Fällen spielten russische Schiffe sowie mögliche Verbindungen zur islamistischen Miliz Hisbollah im Libanon eine Rolle. Und auch bei der Katastrophe von Beirut führt die Spur nach Zypern – in ein Milieu windiger Geschäftsleute, Offshorefirmen und maroder Schiffe.

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