Zwei neue Omikron-Varianten sollen für steigende Infektionszahlen im Bundesstaat und in der Stadt New York verantwortlich sein. Das meldeten am Mittwoch amerikanische Gesundheitsbehörden. Die beiden Omikron-Varianten, die auf der Subvariante BA.2 basieren, sollen eine Erklärung dafür sein, warum New York zum neuen Hot Spot von Covid-19-Infektionen geworden sei. Zugleich gaben die Gesundheitsbehörden des Bundesstaates New York Entwarnung, demnach die neuen Varianten nicht gefährlicher sein sollen als die bisher bekannten Omikron-Varianten. Problematisch sei lediglich, dass die neuen Varianten etwa 25 Prozent infektiöser seien.

„Dies ist eine Erinnerung daran, dass wir mit Blick auf Corona noch nicht alles überstanden haben und die Bevölkerung weiterhin Vorsichtsmaßnahmen treffen und sich vollständig impfen lassen sollte“, sagte Kirsten St. George, Leiterin der Gesundheitsbehörde des Bundesstaates und Virologin, laut der New York Times.

Im März machten die Untervarianten BA.2.12 und BA.2.12.1 mehr als 70 Prozent der neuen Fälle im zentralen Bundesstaat New York aus, eine Zahl, die jetzt auf über 90 Prozent gestiegen sei, so die amerikanische Tageszeitung. Die Untervarianten wurden in mehr als 40 anderen Ländern und in mehr als 30 Bundesstaaten in den USA entdeckt, sagte St. George.

Die amerikanischen Gesundheitsbehörden reagieren mit neuen Maßnahmen gegen die Gefahr. So wurde etwa die Maskenpflicht im Nahverkehr und Flugzeugen bis zum 3. Mai verlängert. Eigentlich wäre die Maskenpflicht am kommenden Montag abgelaufen.

In den letzten Tagen sind in den USA wieder viele neue Corona-Fälle aufgetreten. Laut einer Datenbank der New York Times wurden am Dienstag durchschnittlich mehr als 31.000 neue Corona-Infektionsfälle pro Tag gemeldet. Das ist ein Anstieg von acht Prozent im Vergleich von vor zwei Wochen. Im Vergleich zum Höchststand vom Winter 2021 sei die Situation aber relativ stabil. Die Gesundheitsbehörden wollten mit vorsorglichen Schritten die Gefahr ernst nehmen und in den nächsten Tagen und Wochen beobachten und entscheiden, wie mit den neuen Varianten umzugehen sei.