Berlin - Zum kommenden langen Wochenende klappt es nicht mehr, aber Pfingsten könnte nach den langen zähen Corona-Monaten eine erste glückliche Wendung bringen. Der Senat plant Öffnungen! Man hatte ja schon gedacht, dass es nie mehr dazu kommen würde.

Aber wenn man ehrlich ist, dann wurde die Bundesnotbremse länger diskutiert, als sie letztlich gegolten hat. Natürlich müssen die Zahlen der Corona-Fälle weiter sinken, aber dann ist wieder vieles möglich: im Biergarten sitzen, Sport im Freien treiben und das nicht nur alleine, im Einzelhandel ohne Termin (aber nicht ohne Maske!) einkaufen gehen. Und vor allen Dingen: Man darf sich wieder mit mehr als nur einer Person treffen. Natürlich haben wir uns alle strikt an die Regel – jeder Haushalt nur einen Kontakt extra – gehalten, nicht wahr?

Kitabetreuung: Ermahnung für die Eltern

Dass es langsam aufwärts geht, zeigt, dass sogar an die Eltern gedacht wurde. Sie dürfen ihren Kitakinder ab kommenden Montag wieder betreuen lassen. Natürlich geht das mal wieder nicht ohne den Hinweis ab, darauf, wenn möglich, lieber noch zu verzichten. Die aushäusige Kleinkindbetreuung wird in Deutschland wohl noch lange als Luxus angesehen.

Apropos Kinder: Es soll ja niemandem die gute Laune verdorben werden angesichts des verheißungsvollen Frühlings, der auf uns wartet. Doch es besteht gerade deshalb die Gefahr, dass in der aufkeimenden Euphorie der Umstand übersehen wird, dass für Familien mit Kindern unter 16 erst dann wieder ein halbwegs normales Leben beginnt, wenn auch die Sprösslinge geimpft sind.

In den USA und in Kanada ist der Impfstoff von Biontech jetzt auch für Kinder zwischen zwölf und 15 Jahren zugelassen. In Europa könnte es Ende Mai der Fall sein. Das ist eine mindestens so gute Nachricht wie die Öffnung der Biergärten.