New York - Die Nacht legte sich schwer wie Blei auf Manhattan, nachdem die 5000 Wahllokale der Stadt am 3. November geschlossen hatten. Um 21 Uhr, wenn sich in anderen Zeiten der Verkehr lärmend den Broadway hinunter wälzt und die Bars und Restaurants aus allen Nähten platzen, war als einziger Sound am Times Square das Wummern von Polizeihubschraubern zu hören. Nur hin und wieder huschte eine Gestalt an den prophylaktisch mit Brettern vernagelten Schaufenstern von Midtown entlang.

Ansonsten gehörte das vermeintliche Herz der Stadt einem Dutzend Obdachlosen und einer Gruppe von russischen Touristen, die vom Gang der Welt vollkommen unbelastet mitten auf dem Platz vor einer mitgebrachten Lautsprecheranlage den Macarena tanzten. Sie waren vielleicht die Einzigen in der Stadt, die zu diesem Zeitpunkt nicht nervös an ihren Fernsehgeräten hingen.

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