Berlin - Am 20. November 1945 begann in Nürnberg ein Strafgerichtsprozess, der erstmals die individuelle Schuld für die Beteiligung an Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit zum Gegenstand hatte. Tatsächlich wurden auf Veranlassung der Siegermächte des Zweiten Weltkrieges herausragende Politiker und Militärs des Deutschen Reiches aus der nationalsozialistischen Regierungszeit persönlich bestraft. Zwölf Männer wurden zum Tode verurteilt, drei zu lebenslanger, vier zu langjähriger Haft. Millionen schuldbelastete Deutsche konnten sich befreit fühlen: Da saßen „die da oben“ vor dem Richter. Ein paar Verurteilte – und schon war die Frage nach der Verantwortung vom Tisch. Viele schwiegen erleichtert, andere zischten: Siegerjustiz! Racheakt!

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.