Tokio/Osaka - „Tod durch Suizid“, kommentiert die Maklerin, als sie den Grundriss einer geräumigen Dreizimmerwohnung auf den Tisch legt. „Schwere Krankheit“, sagt sie zur nächsten, die nur etwas kleiner ist. „Mord“, heißt es bei der dritten Wohnung. Die Geschäftsfrau wirkt unbeeindruckt. Aber Yamame Yamano, der hergekommen ist, um ein günstiges neues Heim zu finden, fällt die Kinnlade herunter, sein Gesicht erblasst. Und die Maklerin fragt: „Möchten Sie eine davon besichtigen?“

Yamame Yamano, ein erfolgloser Entertainer aus Japan, gibt sich einen Ruck und zieht in eine der Wohnungen ein, in der es zuvor einen Doppelmord gegeben hat. Schließlich ist ihm zugesagt worden, er könne einen Fernsehauftritt daraus machen, wenn er sein Leben in dieser „Spukimmobilie“ nur filmerisch dokumentiert. Und tatsächlich hat Yamano bald unglaubliches Material: Deckenlampen, die sich plötzlich einschalten, Stimmen, die zu hören sind, sich von allein öffnende Türen. „Geist, jetzt komm raus hier!“, ruft der verängstigte Yamano durch seine neue Wohnung.

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