Berlin - In die Regierung? Ja bitte! Oder doch eher: nein danke? UN-Blauhelmeinsätze: dafür oder dagegen? Neun Jahre lang führten Katja Kipping und Bernd Riexinger die Linke, die Widersprüche innerhalb der Partei jedoch bleiben. Denn Pluralismus und Streit sind Teil der DNA der Linken. Die Partei ist stolz auf ihre Debattenkultur. „Erben“ Susanne Hennig-Wellsow und Janine Wissler, die beiden designierten Parteivorsitzenden der Linken, am Wochenende also einen chaotischen und zerstrittenen Haufen? Es ist kompliziert.

Nach außen hin strahlt die Linke kurz vor ihrem Bundesparteitag – zumindest in der Vorsitzenden-Frage – eine erstaunliche Geschlossenheit aus. Während die CDU fast ein Jahr brauchte, um die Nachfolge Annegret Kramp-Karrenbauers zu klären, und die SPD über Monate hinweg mehrere Kandidatenduos, die die Gräben innerhalb der Partei nach außen hin sichtbar machten, gegeneinander antreten ließ, gibt sich die Linke harmonisch. Hennig-Wellsow und Wissler sind als Nachfolgerinnen gesetzt. An der Basis beliebt, können beide auf einen breiten Rückhalt setzen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.