Ein Eisberg im Antarktischen Ozean.
Foto: dpa

BerlinKein Thema hat die politische Debatte im ausklingenden Jahr so stark beherrscht wie der Klimawandel. An diesem Freitag findet sie ihren vorläufigen Höhepunkt im Bundesrat. Die Länderkammer beschließt das Klimapaket, sodass der Maßnahmenkatalog zum 1. Januar 2020 in Kraft treten kann.
Hier werden die geplanten Maßnahmen aufgelistet:

Tanken

Durch die neue CO2-Abgabe auf fossile Brennstoffe steigen die Preise von Benzin und Diesel an der Tankstelle. Pro fünf Euro/Tonne wird Benzin um brutto 1,4 Cent und Diesel um 1,6 Cent teurer. Da 2021 mit einem CO2-Preis von 25 Euro/Tonne begonnen wird, müssen die Autofahrer dann für Benzin sieben Cent und für Diesel acht Cent je Liter mehr zahlen. Bis 2025 klettert der Preis für Benzin dann insgesamt um 15,4 Cent und für Diesel um 17,6 Cent. Ab 2026 wäre ein maximales Plus bei Benzin von 18,2 Cent und bei Diesel von 20,8 Cent möglich. Ein Beispiel: Ein Autofahrer, der mit seinem Fahrzeug (Verbrauch sieben Liter Benzin) 20 000 Kilometer im Jahr fährt, muss 2025 wegen der CO2-Besteuerung etwa 216 Euro mehr zahlen. (tms., korm. ftw.)

Bahnfahren

Wie im Nahverkehr wird auch im Bahn-Fernverkehr über 50 Kilometer die Mehrwertsteuer zum 1. Januar 2020 auf den ermäßigten Satz von sieben Prozent reduziert. Die Deutsche Bahn AG hat versprochen, die Reduzierung eins zu eins weiterzugeben. Damit wird Bahnfahren um etwa zehn Prozent günstiger. Beispiel: Eine Fahrkarte von Berlin nach Köln kostet in der 2. Klasse derzeit 125 Euro. Künftig sind es 112,39 Euro. Das ist eine Ersparnis von 12,61 Euro. Eine Fahrt von Hamburg nach München kostet in der 1. Klasse 211,90 Euro. Künftig müssen Bahnfahrer dafür 190,53 Euro zahlen. Damit sparen sie 21,37 Euro. (tms., korm. ftw.)

E-Auto-Förderung

Die Kaufprämie wird bis 2025 verlängert. Bund und Autoindustrie wollen wie bisher jeweils zur Hälfte die Kosten übernehmen. Konkret steigt der Zuschuss bei E-Autos bis zu einem Nettolistenpreis von 40 000 Euro von 4 000 auf 6 000 Euro und bei Fahrzeugen bis zu einer Grenze von 65 000 Euro auf 5 000 Euro. Bei Plug-in-Hybriden steigt der Zuschuss auf 4 500 (Neupreis bis 40 000 Euro) beziehungsweise 3 750 Euro (Neupreis über 40 000 bis 65 000 Euro). Zudem werden E-Autos als Dienstwagen stärker gefördert: Die Dienstwagensteuer für Fahrzeuge unter 40 000 Euro wird auf 0,25 Prozent halbiert. Beispiel: Der Nutzer eines Dienstwagens mit Verbrennungsmotor im Wert von 50 000 Euro würde pro Monat 500 Euro (ein Prozent) zahlen, der eines Elektrofahrzeugs nur 125 Euro. (tms., korm. ftw.)

Gebäudesanierung

Die Wärmedämmung von Wänden und Dächern, der Einbau neuer Fenster oder die Erneuerung der Heizungsanlage in selbst genutzten Eigenheimen oder Eigentumswohnungen wird ab 2020 steuerlich gefördert. 20 Prozent der Sanierungskosten können über einen Zeitraum von drei Jahren (1. und 2. Jahr jeweils sieben Prozent, 3. Jahr sechs Prozent) von der Steuerschuld abgezogen werden. Der Höchstbetrag, der angesetzt werden kann, liegt in den drei Jahren zusammen bei 40 000 Euro. Das bedeutet, dass Sanierungen im Gesamtwert von maximal 200 000 Euro gefördert werden. Beispiel: Der Einbau neuer Fenster kostet 50 000 Euro. Dann können im ersten und zweiten Jahr je 3 500 Euro und im dritten Jahr nach Abschluss der Baumaßnahmen 3 000 Euro von der eigentlich zu zahlenden Steuer abgezogen werden. (tms., korm. ftw.)