Berlin - In einem Punkt sind sich fast alle einig: Die jahrzehntelange Praxis, Kinder, die weder eindeutig als Mädchen noch als Junge zur Welt kamen, einem Geschlecht anzupassen, soll verboten werden. Insofern ist der Gesetzentwurf, den die Regierungskoalition am Donnerstag im Bundestag beschließen will, ein überfälliger Schritt. Aber mehr eben nicht. Denn dazu, geschlechtsangleichende Operationen uneingeschränkt zu verbieten, sofern sie nicht medizinisch nötig sind und ein Kind noch nicht selbstständig über seine Geschlechtsidentität Auskunft geben kann, haben sich Union und SPD nicht durchringen können.

Gerade von Ärzten gab es in der Vergangenheit Kritik: Sie fürchteten, dass mit einem generellen Operationsverbot wissenschaftliche Erkenntnisse zukünftig ignoriert würden. Jeder Einzelfall müsse individuell berücksichtigt werden. Kritiker wiederum sehen genau darin die Gefahr für eine Umgehung des Verbots durch die Hintertür.

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