Köln - Der Wahlkampf für die Bundestagswahl am 24. September findet in zwei Welten statt. Die eine ist auf den Straßen, Plätzen und in den Fußgängerzonen, wo die Parteien mit altgedienten und für den Bürger recht erwartbaren Mitteln um die Stimmen potenzieller Wähler konkurrieren: Plakate, Flyer, Luftballons. Die andere Welt sind die sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter und Instagram. Dort wird mit undurchsichtigeren Mitteln um die Aufmerksamkeit der Wähler gebuhlt – und dank Millionen Nutzerdaten vor allem zielgerichteter.

Die technischen Möglichkeiten für Wahlwerbung auf Facebook sind ausgefeilt. Dem Online-Marketing-Experten Björn Tantau zufolge, arbeitet das soziale Netzwerk mit rund 30 Millionen Nutzern in Deutschland seit mehreren Jahren kontinuierlich daran, sein System für Werbung zu verfeinern. So kann dort inzwischen jede Werbeanzeige – egal ob für Schuhe, Snowboards, eine neue Biersorte, oder eben für bestimmte Vereine und Parteien – für jede beliebige Zielgruppe nach Kriterien wie Alter, Sprache, Beruf, Wohnort und Interesse individuell aufbereitet werden. Nutzer können am Ende Anzeigen lediglich daran erkennen, dass sie mit dem Hinweis „gesponsort“ gekennzeichnet sind.

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