Montréal - Die Zusammenarbeit mit US-Präsident Donald Trump ist für den kanadischen Premierminister Justin Trudeau „nicht immer einfach“. „Er weiß es und ich weiß es auch“, sagte Trudeau am Sonntagabend in einem Fernsehinterview über sein schwieriges Verhältnis zu Trump. Trump und er seien bei vielen Themen nicht einer Meinung und es sei „manchmal schwer, Gemeinsamkeiten zu finden“. Beide hätten aber geschafft, dies „ganz gut“ zu meistern.

Aus Spannung wurde Eskalation

Die Spannungen zwischen Trump und Trudeau waren nach dem G7-Gipfel im Juni eskaliert, als der US-Präsident den kanadischen Regierungschef im Streit um US-Strafzölle als „sehr unehrlich und schwach“ beschimpft hatte. Trudeau begrüßte nun die Einigung auf das neue USA-Mexiko-Kanada-Abkommen (USMCA), das auf Betreiben des US-Präsidenten das fast 25 Jahre alte Nafta-Handelsabkommen ersetzen soll.

Schließliche Versöhnung

Trudeau sagte, er habe in den wochenlangen Verhandlungen sein Ziel erreicht, sich „für die Kanadier einzusetzen“.Trump hatte den Regierungschef des nördlichen Nachbarlandes nach der Einigung einen „guten Mann“ genannt, der die Menschen in Kanada liebe. „Es gab viele Spannungen zwischen ihm und mir, aber es hat sich alles geklärt.“ (afp)