Donald Trump Jr. tötet seltenes Wildtier

Der älteste Sohn von US-Präsident Donald Trump soll bei einer umstrittenen Trophäenjagd in einer abgelegenen Region der Westmongolei ein Tier der vom Aussterben bedrohten größten Schafart der Welt getötet haben. Das berichtet die US-Zeitschrift „Vanity Fair" unter Berufung auf mongolische Quellen.

Demnach soll Donald Trump Jr. den Argali-Widder auf einer Jagdreise im vergangenen August erschossen haben. Die Population der Argali - bekannt für ihre riesigen, gebogenen Hörner, die über einen Meter lang sein können - hat in den vergangenen Jahren stark abgenommen.

Die Tiere stehen deshalb eigentlich unter strengem Schutz. In der Mongolei gelten sie quasi als heilige Tiere, als ein nationaler Schatz.

Erlaubnis zum Abschuss erst nach der Jagd erteilt

Das Recht, einen Argali zu töten, wird durch ein undurchsichtiges Genehmigungssystem kontrolliert, von dem Experten sagen, dass es hauptsächlich auf Geld, Verbindungen und Politik basiert. Die mongolische Regierung erteilte Trump Jr. die begehrte und seltene Erlaubnis, das Tier zu töten am 2. September - nach der Jagd. Das ist ungewöhnlich berichteten Beamte dem Blatt.

Lokale Aufzeichnungen sollen beweisen, dass die Erlaubnis für Trump jr. eine von nur drei Genehmigungen war, die in diesem Jagdgebiet erteilt wurden. Nach der Unterschrift traf sich der Präsidentensohn offenbar mit dem Präsidenten des Landes, Khaltmaagiin Battulga. Anschließend kehrte er in die USA zurück. Trump Jr. wollte keine Fragen über das Treffen beantworten. Auch Battulga reagierte nicht auf Anfragen.

In Washington muss sich Papa Donald einem Impeachment-Verfahren zur möglichen Amtsenthebung stellen. Im Kern geht es darum, dass Trump versucht haben soll, die Ukraine zu Ermittlungen gegen den Sohn seines demokratischen Rivalen Joe Biden zu erpressen. Grund: Biden jr. soll die gesellschaftliche Stellung seines Vaters, damals US-Vizepräsident, zum Geldverdienen genutzt haben.