Tampa - Donald Trump hat nicht nur das Amt des mächtigsten Mannes der Welt inne, er ist auch sehr reich: Laut „Forbes” hat er ein Vermögen von 3,1 Milliarden US-Dollar. So viel Geld, dass man eher einkaufen lässt, anstatt selbst den Supermarkt zu betreten. So scheint es zumindest bei ihm zu sein.

In Tampa sprach der US-Präsident während einer Wahlkampfkundgebung vor den Zwischenwahlen am 6. November über Wahlgesetze in den USA, und erklärte, dass die US-Demokraten versuchen würden, illegalen Migranten das Wahlrecht geben zu wollen.

„Nur amerikanische Bürger sollten bei amerikanischen Wahlen wählen, weshalb die Zeit für eine Ausweispflicht gekommen ist”, sagte er laut „Washington Post” bei der Veranstaltung.

Dann fuhr er fort: „Wenn du raus gehst und Lebensmittel kaufen willst, dann brauchst du ein Foto auf einem Ausweis, du brauchst eine ID. Du gehst raus und du willst alles kaufen, dann brauchst du einen Ausweis und du brauchst dein Bild.”

Ein Moderator von CBS hat den Schnipsel mit dem Statement auf Twitter veröffentlicht.

Twitter-Nutzer machen sich über Trumps Aussage lustig

Aber in den Geschäften und Supermärkten der USA werden keine Ausweise benötigt, um Lebensmittel einzukaufen. Sie werden nur verlangt, wenn Alkohol oder Zigaretten verkauft werden – wie in Deutschland.

Internetnutzer machten sich sogleich über die Unwissenheit Trumps lustig:

„Wo in aller Welt kauft Donald Trump seine Lebensmittel?! (Nur ein Scherz, denn wir wissen alle, dass er keine Lebensmittel kauft)”, schreibt der Bostoner Stadtrat Matt O´Malley auf Twitter.

Der Komiker Adam Heath Avitable schrieb: „Ich hasse es, einen Lichtbildausweis vorzeigen zu müssen, eine Blutprobe abzugeben und in eine Tasse zu pinkeln, bevor ich meine Trumpsteaks im Supermarkt kaufen kann.”

Devin Schwab, Serienautor, zeigte ein animiertes Bild der Serie „Arrested Development”, in dem es im Untertitel heißt: „Ich meine, es ist nur eine Banane, Michael. Was kostet die, 10 Dollar?”

Trump wolle mit der Ausweispflicht Wahlbetrug unterbinden, sagte er weiter. Er meint, Einwanderer ohne Dokumente würden wiederholt für die Demokraten stimmen. Ein Problem, das laut „Washington Post” gar nicht existiert.

Den Rest der Rede verwendete Trump übrigens darauf, seine Handelspolitik zu verteidigen – angesichts der wachsenden Spannungen mit China. So warf er dem Land vor, „unsere Bauern ins Visier genommen zu haben” und sagte, es sei „nicht gut, nicht nett”. Er drohte mit einer Verschärfung im Handelskrieg und erklärte, er könne die verhängten Strafzölle von 10 auf 25 Prozent erhöhen.

Zwischenwahlen im November 

Die Amerikaner wählen im November das Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats neu. Das Ergebnis wird entscheidend dafür sein, wie viele seiner Vorhaben Präsident Donald Trump noch durchsetzen kann.

Alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 34 der 100 Sitze im Senat werden dann neu vergeben.

Die Demokraten hoffen, dass sie sich mindestens im Repräsentantenhaus die Mehrheit sichern können. Daneben stehen auch in den Bundesstaaten Wahlen für die Parlamente an. Außerdem werden etwa in Kalifornien, Florida und Ohio die Gouverneursposten neu vergeben.