Es ist eine mächtige Attacke auf deutsche Arbeitsplätze, unseren Lebensstandard, unser Wirtschaftsmodell mit offenen Grenzen. Sowohl der künftige US-Präsident Donald Trump als auch die britische Premierministerin Theresa May nehmen allen Europäern die letzte Hoffnung, es könne alles nicht so ernst gemeint gewesen sein. Die beiden konservativen Führer meinen es ernst mit ihrer zutiefst nationalistischen Politik, mit ihren Angriffen auf eine internationale Arbeitsteilung zum Wohle aller. Die eine spaltet Europa und will ihre Volkswirtschaft mit einem harten Schnitt vom Kontinent abtrennen. Der andere nimmt es gleich mit der ganzen Welt auf und bereitet die Rückkehr zu einer gefährlichen Abschottungspolitik, zum Protektionismus vor.

Wenige Tage vor seiner Amtseinführung droht Trump offen mit Strafzöllen für Firmen, die es wagen, in Mexiko zu produzieren. Der Zorn des alten Mannes trifft BMW direkt. Aber der Autobauer steht nur beispielhaft für alle Unternehmen, die ihre Chancen auf den Weltmärkten wahrnehmen. Das deutsche Exportmodell, die Grundlage unseres Wohlstands, gerät unter Beschuss. Das Nationale erlebt auch in der Wirtschaftspolitik seine Renaissance – gerade für Deutschland verheißt das nichts Gutes.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.