Washington - Nur kurz nach dem von Präsident Donald Trump verhängten Einreisestopp sind erste Flüchtlinge auf US-Flughäfen gestoppt und in Gewahrsam genommen worden.

Wie die „New York Times” berichtet, zählen dazu zwei Iraker in New York. Demnach hat einer der Festgehaltenen in der Vergangenheit zehn Jahre lang im Irak für die US-Regierung gearbeitet. Trump hatte die Einreise aller Flüchtlinge für vorerst 120 Tage verboten.

Flüchtlinge aus Syrien bleiben auf unbestimmte Zeit ausgesperrt. Auch für Menschen aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern ist die Grenze vorerst geschlossen.

Kläger fordern Freilassung

Derweil haben mehrere US-Bürgerrechtsgruppen Klage eingereicht. Das Vorgehen der mächtigen US-Bürgerrechtsorganisation ACLU sowie weiterer Gruppen richtet sich gegen Trump selbst sowie gegen das Heimatschutzministerium und wurde am Samstag vor einem Bundesgericht in New York eingereicht.

Konkret fordern die Kläger unter anderem die Freilassung der zwei festgenommenen Iraker. Sie beantragten auch, dass die Klage als Sammelklage behandelt wird, damit sie weitere von der Anordnung betroffene Reisende und Flüchtlinge vertreten können.

(dpa, afp)