Washington - Sie sind oft mehr als hundert Kilometer gefahren. Draußen haben sie sich mit überteuerten Fan-T-shirts und roten „Make America great again“-Kappen eingedeckt und stundenlang in der Schlange gestanden. In der Halle ist es eiskalt. Ohrenbetäubend dröhnt „Eye of the Tiger“ aus den Boxen. Doch die 8000 bis 10.000 Menschen, die derzeit jeden Abend irgendwo in den USA in eine Sportarena strömen, wirken wie in Ekstase. Wenn ihr Idol endlich im Scheinwerferlicht auftaucht und über das von derben männlichen Hardcore-Fans umlagerte Podium tigert, ist der Jubel kaum zu bremsen.

Donald Trump mag an der amerikanischen Ost- und der Westküste verhasst sein: Bei seiner Basis ist der 72-Jährige nach zwei Jahren im Amt weiter populär. So hat der Präsident die Kongresswahlen am kommenden Dienstag zu einer Vertrauensfrage hochgejazzt und das Tuch des Staatsmanns endgültig mit dem Kampfanzug vertauscht. Bis zum Wahlabend wird er bei elf Kundgebungen in acht Bundesstaaten auftreten. Alleine am Montag will Trump nacheinander den Wählern in Ohio, Indiana und Missouri einheizen.

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