Donald Trumps Wende in Klimapolitik: Kritik der Bundesregierung

Berlin - Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat US-Präsident Donald Trumps Abkehr von der Klimapolitik seines Vorgängers Barack Obama scharf kritisiert. „Wer jetzt versucht, den Rückwärtsgang einzulegen, schadet nur sich selbst im internationalen Wettbewerb“, sagte die SPD-Politikerin der „Süddeutschen Zeitung“. Der technologische Wandel lasse sich nicht aufhalten.

Der Chef des UN-Umweltprogramms Unep, Erik Solheim, appellierte an die USA, sich nicht von der Klimapolitik zu verabschieden. „Wir brauchen die Führungskraft der USA im Klimaschutz jetzt mehr denn je“, sagte Solheim der Zeitung. Der Klimawandel verlange eine „koordinierte, entschlossene globale Antwort“.

Greenpeace nennt Wende „unmoralisch“

Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan nannte den Vorstoß aus Washington „unmoralisch und politisch motiviert“. Der Klimaschutz werde aber dennoch weitergehen. „Die Energiewende weltweit, auch in US-Städten und Bundesstaaten, lässt sich nicht mehr aufhalten.“

Trump unterzeichnete am Dienstag ein Dekret, durch das unter Obama verabschiedete Umweltvorschriften ausgehebelt werden. Seine Regierung werde den „Krieg gegen die Kohle“ beenden, erklärte Trump. (rtr)