Ein Besucher läuft durch Auschwitz-Birkenau.
Foto: Omar Marques/imago

Geh, mein Kind und sieh

Eine Fünfzehnjährige hat sich für eine Gedenkreise zum Thema Holocaust und Nationalsozialismus beworben und einen Platz bekommen. Es könnte sein, dass der Vater ihr ein bisschen zugesprochen hat, und vielleicht ist auch der Satz gefallen: „Wenn du dir das zutraust …“ Denn klar ist doch wohl, dass man die Erinnerung an das schlimmste Kapitel der Menschheit wachhalten muss, dass man die Kinder nicht ewig vor der Wahrheit verschonen darf, weil damit das Vergessen beginnt und mit dem Vergessen eine Wiederholung möglich wird. Man muss nur aus dem Fenster blicken. Ja, gerade wir Deutschen haben eine Verantwortung. Und die nächste Generation wird ohne die Möglichkeit aufwachsen, Zeitzeugen zu begegnen. Also fahre, Kind! Geh und sieh!

Dann kamen nähere Angaben zum Reiseverlauf: Die Schule organisierte einen fünftägigen Aufenthalt in Polen, das Programm war viel zu straff: Es gab Begegnungen mit Gedenkinitiativen, Fahrten zu Stätten des Widerstands, und gleich drei Konzentrationslager, darunter Auschwitz, wurden besucht. Schon auf der vielstündigen Hinfahrt im Bus wird Steven Spielbergs „Schindlers Liste“ vorgeführt. Ist das nicht zu überfordernd? Ist sie nicht doch zu jung? Und verpflegen sollen sich die Kinder auch noch selbständig, nur für Frühstück ist in den Unterkünften gesorgt. Schafft die Tochter das?

Sie hat es geschafft, natürlich. Sie kam wohlbehalten, wenn auch erschöpft und voller zwiespältiger Erlebnisse zurück. In aller Ehrlichkeit sprach sie über die verschiedenen Gedenkinszenierungen und davon, was sie bewegt hat und was sie nicht bewegt hat, wo es leider sehr kalt war und wann sie lange warten musste.

Der Vater hörte zu, und seine stillen Sorgen und Fragen blieben. Wie tief ist der Schrecken eingedrungen? Wann bricht das Wissen in die Seele seines Kindes ein? Wann werden die bei der Reise gesehenen Bilder − die ausgestellten Schuhe der vernichteten Menschen, die Berge von Haaren und auch die Erzählung von den herausgebrochenen Goldzähnen − seine Tochter heimsuchen?

In einem Aufsatz, den die Fünfzehnjährige später im Geschichtsunterricht schreiben sollte, griff sie auf ihre Reise zurück. Es ist ein herzzerreißender Text, in dem das Mädchen versucht, sich in das Leid der Opfer hineinzuversetzen und es sprachlich zu gestalten. „Vor meinem inneren Auge erkenne ich Menschen, Männer, Frauen und Kinder, sie schreien und weinen. Ich renne mit ihnen, versuche zu entkommen, doch da höre ich die Schüsse, ich sehe eine Frau neben mir, sie bricht zusammen und schließt ihre Augen. Da spüre ich die Kugel in meinen Rücken eindringen, mir wird schwarz vor Augen und ich verliere das Gleichgewicht. Dann kann ich nicht mehr atmen, ich stürze und … Plötzlich stehe ich wieder vor der Vitrine. Eine Träne läuft meine Wange hinab. Die Sonne scheint, als wäre nie etwas Derartiges geschehen.“ Die Sonne scheint, das heißt auch: Ich lebe, ich lache, meine Eltern lieben mich, als wäre nie etwas Derartiges geschehen. Die Tochter weinte, aber wie tief war sie in den Abgrund gestiegen, den der Holocaust gerissen hat? Hat sie seine Singularität verstanden, die in der Industrialisierung des Massenmords besteht? Ist ihr klar, wie nah an uns dieses Verbrechen ist?

Natürlich kannte sie weder den Gedanken von Adorno, dass es nach Auschwitz barbarisch sei, Gedichte zu schreiben, noch wusste sie, dass er sich später darin korrigiert hat, aber die wohl noch schwerere Frage anschloss, ob es sich nach Auschwitz überhaupt noch leben lasse. Das Weiterleben des zufällig Entronnenen, so Adorno, „bedarf schon der Kälte, des Grundprinzips der bürgerlichen Subjektivität, ohne das Auschwitz nicht möglich gewesen wäre: drastische Schuld des Verschonten.“ Hier fällt es auf den Vater zurück: Woher nimmt er sich das Recht, als Nachkomme zufällig verschont gebliebener oder gar schuldiger Ahnen Kinder zu bekommen? „Als wäre nie etwas Derartiges geschehen“?

Wohin mit dem Wunsch, Erklärungen und Trost zu geben, das Uneinordenbare einzuordnen, das gerissene Grundvertrauen zu heilen? All das wäre falsch, es hieße, den Schrecken zu mildern und mithin zu verharmlosen und sich an seinen Opfern zu vergehen: Verdrängen, Vergessen und Wiederholen.

Was kann der Vater tun? Der ja selbst noch weiter herausfinden muss, wie verletzt und zerbrochen er ist und der beim Vaterwerden eine neue Stufe des Begreifens hinabgestoßen wurde, weil er erfuhr, wie verletzbar man ist, wenn man ein Kind hat, das einem genommen werden kann. Es wurde ihm klar, dass die Reise seine Tochter weiter seiner Vormundschaft entriss, sie von ihm trennte. Er muss sie lassen. Er kann nicht verhindern, dass sie an den Verletzungen des Holocaust leiden, dass sie Schaden nehmen wird und damit leben lernen muss. Also, geh und sieh, Kind, und verstehe, was du verstehen kannst. Ich werde erreichbar sein für deine Fragen, beantworten kann ich sie dir genauso wenig wie meine eigenen. Ich kann dir deine Angst nicht nehmen, du mir meine auch nicht. (Ulrich Seidler)


Heil werden

Eva Mozes Kor traf ich vor rund drei Jahren. Sie war nach Berlin gekommen, um ihr Buch vorzustellen, „Die Macht des Vergebens“. Und ich muss zugeben, dass ich mich fragte, wie jemand, der in Auschwitz war, zu einem solchen Thema kommt.

Damals war Eva Mozes Kor 83, sie war auf einen Rollator angewiesen, machte aber nichtsdestotrotz einen resoluten Eindruck. Ich hatte bis zu dem Tag noch nie jemanden mit einer Auschwitz-Tätowierung auf dem Arm gesehen. Eva Mozes Kor versteckte sie nicht. Sie trug an diesem Wintertag eine leuchtend blaue Bluse, die gut zu ihren blauen Augen passte. Die Ärmel hatte sie hochgekrempelt. In ihrem Buch hatte sie erklärt, die Nummer sei deshalb so unscharf geraten, weil sie gezuckt hätte, als die heiße Nadel sie berührte. Ich versuchte, nicht auf ihren nackten Unterarm zu starren, und fragte mich später, was der Grund dafür war. Schließlich ist eine solche Nummer kein Makel.

Die 1934 in Rumänien geborene Eva Mozes Kor war zehn Jahre alt, als sie mit ihrer Familie in einem Viehwaggon in Auschwitz ankam. Die Eltern wurden ermordet, sie und ihre Schwester waren noch am Leben, als die Rote Armee das Konzentrationslager am 27. Januar 1945 befreite. Die beiden sind auf mehreren Schwarz-Weiß-Bildern zu sehen. Zwei kleine Mädchen mit Wollmützen auf dem Kopf, die ihnen zu große gestreifte Anzüge tragen. Die beiden hatten zu den Kindern gehört, die Josef Mengele für seine Versuche benutzte. Er hat ihr und ihrer Schwester Keime injiziert, an denen sie schwer erkrankten.

Vergeben also. Im Jahr 2015 machte ein anderes Foto von Eva Mozes Kor Schlagzeilen. Es zeigt sie, wie sie in einem Lüneburger Gerichtssaal dem einstigen SS-Wachmann Oskar Gröning die Hand reicht. Der 95-Jährige war wegen Beihilfe zum Massenmord angeklagt, Eva Mozes Kor war als Nebenklägerin nach Lüneburg gekommen. Sie erzählte, dass Gröning an der Rampe in Auschwitz gestanden und sortiert habe, als sie mit ihrer Familie im Jahr 1944 das Konzentrationslager erreichte, wie sie getrennt wurden. Dann gab sie Gröning nicht nur die Hand, sondern sagte, sie vergebe ihm. Die beiden Aufnahmen aus Auschwitz und Lüneburg scheinen einander zu widersprechen, einander auszuschließen. Sie zeigen etwas Ungeheuerliches.

Eva Mozes Kor schlug Unverständnis und Empörung entgegen. Die anderen Nebenkläger in dem Prozess gegen Gröning distanzierten sich mit einer öffentlichen Erklärung von ihr. Sie warfen ihr vor, sie habe den „Buchhalter von Auschwitz“ öffentlich rehabilitiert.   Manche kritisierten, sie ziehe eine Show ab, manche versuchten, die Idee der Vergebung nicht ernst zu nehmen, sie ignorierten sie.

Die Empörung beruhte auf einem Missverständnis. Eva Mozes Kor vergab Gröning, aber sie hatte nicht die Absicht, sich mit ihm zu versöhnen, wie manche vermuteten, sie wollte das, was er getan hat, nicht entschuldigen, und keinesfalls vergessen oder einen Schlussstrich ziehen. Zu Hause in Indiana hatte sie längst ein Holocaust-Museum aufgebaut, sie machte andere Zwillinge ausfindig, die von Mengele missbraucht worden waren, und bis kurz vor ihrem Tod im vergangenen Jahr – sie starb mit 84 Jahren ausgerechnet während ihrer jährlichen Reise mit Jugendlichen nach Auschwitz – war sie Zeitzeugin, hielt Vorträge, trat bei Konferenzen auf, gab Interviews.

An diesem Dezembertag in Berlin erzählte sie, wie es zu dem Handschlag kam, zu ihrer Haltung. Sie habe Auschwitz in einem geschäftigen Leben verdrängt, habe erst in Israel gelebt,   sei später mit ihrem Mann in die USA gezogen, habe als Immobilienmaklerin gearbeitet und versucht, die   antisemitischen Beschimpfungen zu ignorieren, mit denen ihre Kinder konfrontiert waren. Das funktionierte   einigermaßen gut, bis sie im Jahr 1984   Auschwitz besuchte.

Eva Mozes Kor erzählte, wie sie schon auf dem Flug mit Lufthansa nach Wien in Panik geriet, als die Stewardessen deutsch sprachen. In Österreich habe sie dann zum ersten Mal ihre Auschwitz-Tätowierung versteckt. Sie war wieder Opfer. „Ich will das nicht, habe ich gedacht.“ Zu vergeben war ihr Ausweg.

Sie schlug diesen Ausweg mit der Entschlossenheit und Willenskraft ein, die   vielleicht auch zu ihrem Überleben im Konzentrationslager beigetragen haben. Es muss sie ungeheure Anstrengung gekostet haben, Oskar Gröning zu berühren, diese Worte auszusprechen, gegen den Wunsch nach Rache anzukämpfen, gegen den Hass und die Wut, gegen all die negativen Gefühle, die sie empfunden haben muss. Sie hat es für sich getan. Zu vergeben war ein Akt der Selbstermächtigung. Eva Mozes Kor hat sich damit von der Rolle befreit, die ihr die Nazis zugedacht haben. Sie war kein Opfer mehr.

Am Ende unseres Treffens bat ich sie um eine Widmung in ihr Buch. „Forgive and heal“ schrieb sie in großen Buchstaben, vergebe und werde heil. Heil zu werden – Eva Mozes Kor ist das möglicherweise gelungen. (Susanne Lenz)


Haifa, Alexanderplatz

Im Sommer 1993 war ich zum ersten Mal in Israel. Meine Reise führte über Rom, wo ich mich auf dem Flughafen mit den anderen Passagieren in einen Bus pferchen ließ, der uns zu der auf dem Vorfeld geparkten Maschine brachte. Es war eng, es war heiß, es war stickig. Nicht auszuhalten, wie man so sagt.

Da die paar Plätze sofort besetzt waren, mussten die meisten Leute stehen. Auch der ältere Mann mit seiner Frau, für die keiner aufstand. Sie hatten vor mir in der Schlange am Check-in gewartet, und nun warteten wir, dass es endlich losging. Als der Bus anruckte, griffen unsere Hände reflexartig zu den Haltestangen. Und da sah ich auf ihren Unterarmen die Tätowierung. Ein paar Ziffern, tintenblau, blass,   verwischt. Der Mann trug ein Hemd mit kurzen Ärmeln, die Frauen ein Sommerkleid. Ich weiß nicht, woher sie kamen, wohin sie gingen, ich weiß nicht, was sie in ihrem Leben schon hatten aushalten müssen. Ich kenne ihre Geschichte nicht, obwohl ich die Geschichte von Auschwitz zu kennen glaubte. Ich hatte Bücher gelesen, Filme gesehen, Zeitzeugen gehört und ein paar Jahre zuvor während des Studiums in Krakow die Lager in Auschwitz und Birkenau besichtigt. Aber hier, in diesem überfüllten Flughafenbus zwischen den lauten jungen Israelis und dem alten Ehepaar, wurde mir auf einmal bewusst, dass ich überhaupt nichts wusste. Ich hatte die Vergangenheit bewältigt, wie das gern verlangt wurde, und dabei nicht bemerkt, dass sie nicht vergangen war. Sie war gegenwärtig. Noch nie hatte ich mich so blond gefühlt, so schrecklich deutsch.

Nach Israel bin ich vor allem aus historischem Interesse gereist. Ich wollte Jerusalem sehen, Jerichow, das Jordanland, das Tote Meer, den See Genezareth, den Golan. Auf dem Flughafen „Ben Gurion“ in Tel Aviv blätterte der Sicherheitsbeamte sehr nachdenklich in meinem Pass, bevor er mich in einen Nebenraum bat. Besser gesagt: befahl. Ich hatte bei der Einreise den blauen Pass der DDR vorgelegt, der zu dieser Zeit noch gültig war. Das Dokument war den Beamten suspekt.

Bis dahin dachte ich, wenigstens in punkto Antifaschismus auf der richtigen Seite gestanden zu haben. Meine politische Naivität reichte so weit, dass ich annahm, als Ostdeutscher in Israel herzlich willkommen zu sein. Was ein Trugschluss war, wie mir später ein israelischer Bekannter zu erklären versuchte. Es ging um Jassir Arafat, der damals noch lebte, um die Palästinenser, die von der DDR unterstützt wurden. Auch von mir, wenn ich ehrlich bin. Und, wie ich dachte, aus gutem Grund.

Es ist ein Dilemma. Seit dem Abend in Jerusalem misstraue ich in dieser Sache klaren Standpunkten. Vor allem meinen eigenen.

Zu Füßen des Karmelgebirges am Mittelmeer liegt die Hafenstadt Haifa. Dort sind nach dem Krieg Abertausende Juden aus den deutschen Lagern angekommen. Haifa war für sie die erste Station in einem Land, das ihnen eine neue Heimat bieten sollte. Ein Ort zum Leben. Als ich bei meiner Tour durch Israel nach Haifa kam, wollte ich eigentlich nur einen Tag bleiben. Ein Rundgang durch die Stadt, dann Besuch des Karmeliterklosters und dann noch in die wundervollen Gärten der Bahei. Als ich am Busbahnhof meinen Rucksack abgeben wollte, haben sie mich müde ausgelacht. Good Joke.

Gepäckaufbewahrung? Es gebe hier nicht mal Papierkörbe. In der ganzen Stadt nicht. Sie machten sich dann noch die Mühe, mich über die Terrorgefahr aufzuklären. Ziel der Selbstmordattentäter waren immer wieder Busse. Sie haben mich nicht mitgenommen, nicht mit Gepäck.

Also habe ich meinen Rucksack geschultert und bin zu Fuß den Berg hinauf, so gut es eben ging. Irgendwo auf halber Strecke habe ich in einem Bushäuschen Rast gemacht. Die Sonne knallte vom Himmel, ich war durchgeschwitzt, kaputt und sauer. Das muss einem älteren Herrn aufgefallen sein, der mich freundlich auf Englisch ansprach, um mir mitzuteilen, das der nächste Bus erst in cirka einer Stunde komme. Ich bedankte mich bei ihm für die Auskunft, und ehe ich erklären konnte, dass er mich sowieso nicht mitnehmen würde, sagte er: „Sie sind deutsch?“

Genau genommen war das keine Frage. Er wusste es. Der Mann war Mitte siebzig, würde ich sagen. Er hatte einen weißen Haarkranz und ein sonnengebräuntes Gesicht. Wenn ich mich richtig erinnere, trug er auch so ein kurzärmeliges Sommerhemd, wie in Israel damals fast alle Männer dieser Generation. Wir kamen ins Gespräch – ein Gespräch, das ich bis heute führe, obwohl es schon fast dreißig Jahre her ist und der Mann wahrscheinlich längst nicht mehr lebt. „Woher kommen Sie?“, fragte er. Berlin, sagte ich. „Ah, Berlin. Wo genau?“, wollte er wissen. Friedrichshain, direkt am Volkspark. „Welche Seite?“ Zur Landsberger hin, falls Ihnen das was sagt. Es sagte ihm etwas. Auf meine Frage, wo er denn gewohnt habe, erzählte der Mann, dass seine Familie im Viertel um den Büschingplatz zu Hause gewesen sei. Was nun allerdings mir nichts sagte. Es ging ein bisschen hin und her, und bald wurde mir klar, dass wir von zwei verschiedenen Städten sprachen. Sein Berlin gibt es nicht mehr, es lebt nur noch in der Erinnerung. Der Büschingplatz lag südlich vom Park Friedrichshain, etwa dort, wo heute die Mollstraße auf den Platz der Vereinten Nationen trifft. Wir unterhielten uns über den Märchenbrunnen und kamen auf den Alexanderplatz, der ihm so vor Augen gestanden haben muss, wie er ihn aus den Dreißigerjahren kannte. Mit der Berolina, dem Warenhaus Tietz und dem Rondell der großen Straßenbahnkreuzung.

Der Mann an der Bushaltestelle hatte Berlin 1937 mit seinen Eltern verlassen, noch vor den Pogromen und Deportationen. Sie waren nach Israel ausgewandert und keiner von ihnen war jemals wieder nach Deutschland zurückgekehrt.

Es mag seltsam klingen, aber ich hatte die Abwesenheit all dieser Menschen, die von den Nazis aus meiner Stadt vertrieben wurden, bis zu diesem Tag nie wirklich bemerkt. Wie auch. Sie waren verschwunden. Der freundliche Mann aus Haifa hätte Anfang der Neunziger, als in Friedrichshain noch alte Leute lebten, mein Nachbar sein können, ja, sein müssen. Ich habe ihn damals nicht nach seinem Namen gefragt. Aber ich werde ihn nicht vergessen. (Frank Junghänel)