Dresden - Am Rande eines Neonazi-Aufmarsches und einer Gegendemonstration sind in Dresden laut Polizei 15 Menschen vorübergehend in Gewahrsam genommen worden.

In der sächsischen Landeshauptstadt marschierten Rechtsextreme am Freitagabend in einem als „Gedenkmarsch“ an die alliierten Luftangriffe vom Februar 1945 angemeldeten Aufzug durch die Stadt.

Weniger Zulauf als vor zehn Jahren

Auch wenn die Aufmärsche der Neonazis in den vergangenen Jahren deutlich weniger Zulauf hatten als noch vor zehn Jahren, bleibt der Missbrauch des Dresden-Gedenkens durch Rechtsextreme für die Stadt ein großes Ärgernis und ein Problem.

Dagegen demonstrierte das linke Bündnis „Nazifrei! Dresden stellt sich quer“. Laut Polizei gab es am Rande der Versammlungen einen Verstoß gegen das Verbot von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, einen Landfriedensbruch sowie mehrere Verstöße gegen das Versammlungsgesetz.

Laut Polizei beschwerten sich am Rande der Proteste mehrere Journalisten darüber, sie seien in ihrer Arbeit behindert worden. Der Leitende Polizeidirektor René Demmler forderte Betroffene auf sich zu melden. Den Vorwürfen werde nachgegangen. (afp, dpa)