Berlin - Täglich sterben mehr 1.000 Menschen in Deutschland an und mit Covid-19. Die Infiziertenzahlen haben bereits die Zwei-Millionen-Marke übersprungen – trotz harter Einschränkungen. Bodo Ramelow (Linke), Thüringens Ministerpräsident, brachte daher ein komplettes Herunterfahren der Wirtschaft ins Gespräch, um die Zahlen nachhaltig zu senken. Auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zeigte sich am Donnerstag bei Maybrit Illner offen für einen zeitlich begrenzten wirtschaftlichen Stillstand. In den eigenen Parteien und auch beim politischen Gegner stößt dieser Vorschlag aber auf keine Gegenliebe.

Lauterbachs Parteikollege Bernd Westphal, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD im Bundestag, lehnt einen kompletten wirtschaftlichen Lockdown ab. „Die Einschränkungen, die wir jetzt haben, sind schon massiv. Wir sehen, das Infektionsgeschehen kommt nicht von den Arbeitsplätzen“, sagte Westphal der Berliner Zeitung. Mit Blick auf die guten Hygienekonzepte und Arbeitsschutzstandards in der Industrie sei ein vollständiges Herunterfahren der Wirtschaft „völlig falsch“.

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