Köln - Wohl vom Berliner Rapper Fler inspiriert hat ein 27-Jähriger in Dortmund Bundespolizisten als „Fanboys“ und „Punks“ beleidigt. Am Ende kassierte der mutmaßliche Rap-Fan drei Strafanzeigen.

Mit einem kuriosen Sachverhalt sahen sich Bundespolizisten am Dortmunder Hauptbahnhof zu Beginn ihrer Frühschicht konfrontiert. Ein 27-jähriger Mann meldete sich in der Wache und erklärte, dass er seine Garderobenmarke in einem Club verloren habe und man ihm die Herausgabe seiner Jacke verwehrt hätte. Deshalb wollte der italienische Staatsangehörige eine Strafanzeige wegen Diebstahls aufgeben.

„Fanboys“

Daraufhin klärten ihn die Beamten über die geltende Rechtslage auf und informierten ihn, dass er den Sachverhalt mit dem Clubbetreiber klären müsse. Offensichtlich unzufrieden mit diesen Angaben beleidigte er die Beamten mehrfach als „Fanboys“ und „Punks“. Einer der Polizisten nahm das Verhalten mit einer Body-Cam auf.

In seinen Beleidigungen war der Dortmunder offenbar von Rapper Fler inspiriert. Ende September hatte ein Video im Internet die Runde gemacht: In dem wird Fler von der Polizei kontrolliert und beginnt zu pöbeln. Weil er keinen Führerschein vorweisen kann, wird er schließlich in Handschellen gelegt. Derweil beschimpft er einen der Beamten minutenlang als „Fanboy“.

27-Jähriger hielt sich an Türrahmen fest

Der 27-Jährige wurde von den Beamten anschließend über die Einleitung einer Strafanzeige wegen Beleidigung informiert und aufgefordert, die Wache zu verlassen. Dagegen weigerte er sich jedoch so vehement, dass er aus der Wache geschoben werden musste. Auch dagegen setzte er sich zur Wehr: Er hielt sich an einem Türrahmen fest.. Sein Verhalten brachte ihm eine weitere Strafanzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ein.

Nachdem er später auf der anderen Polizeiwache den Diebstahl der Garderobenmarke anzeigen wollte, wurde gegen ihn ein drittes Verfahren wegen Vortäuschen einer Straftat eingeleitet. (ken)