Berlin - Noch in dieser Woche soll der Bundestag über die Ehe für alle abstimmen – und damit den Weg für eine vollständige Gleichstellung von Schwulen und Lesben mit Heterosexuellen freimachen. Bislang können homosexuelle Paare nur eine eingetragene Partnerschaft eingehen, aber nicht heiraten. Da SPD, Linke und Grüne zustimmen wollen, gilt eine Mehrheit im Fall der Abstimmung als sicher. Kanzlerin Angela Merkel will den Unions-Abgeordneten freistellen, nach ihrem Gewissen zu entscheiden.

Der SPD-Chef und Kanzlerkandidat Martin Schulz kündigte am Dienstagmorgen an, das Thema notfalls auch gegen den Willen der Union auf die Tagesordnung nehmen zu wollen. Damit reagierte er auf die Äußerung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die am Montagabend bei einer Veranstaltung der Zeitschrift „Brigitte“ gesagt hatte, sie wünsche in dieser Frage ein Verfahren, das eher in Richtung Gewissensentscheidung gehe. Nach dem Willen der Kanzlerin sollte es eine Entscheidung aber erst nach der Bundestagswahl geben.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.