Berlin - Es wird keinen Impfzwang in der Europäischen Union (EU) geben, vorerst jedenfalls. Das ist doch schon mal eine gute Nachricht, und die Behauptung des Gegenteils bleibt das, was landläufig als Verschwörungstheorie bezeichnet wird. Was es dagegen gibt, ist eine Debatte über Impfzertifikate. Griechenland hat auf einer Konferenz der EU-Staaten angeregt, eine solche Unbedenklichkeitserklärung einzuführen. Für Urlauber soll sie gedacht sein. Dass ein Land dies vorschlägt, das stark vom Tourismus abhängt, ist nachvollziehbar. Nachvollziehbar ist auch, dass einige Regierungschefs skeptisch reagieren. Sie sind allesamt den Umgang mit globalen Katastrophen nicht gewohnt. Panik und Hilflosigkeit treiben sie an.

Sars-CoV2 hat Mutationen entwickelt, die ansteckender sein könnten als andere Corona-Varianten zuvor. Sie veranlassen Europa nun zu harten Maßnahmen. Hat sich die EU bisher nach außen abgeschottet, etwa um Flüchtlingsströme einzudämmen, soll nun die Reisetätigkeit innerhalb der Gemeinschaft stark eingeschränkt werden. Das erscheint aus Sicht der politisch Verantwortlichen konsequent angesichts der Beschränkungen innerhalb der einzelnen Mitgliedsstaaten, angesichts nächtlicher Ausgangssperren und reduzierter Bewegungsradien. Wie im Kleinen, nun im Großen.

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