Stuttgart - Baden-Württemberg nimmt drei verfolgte Forscher aus dem Iran und Syrien auf, die wegen des US-Einreiseverbots und der folgenden Unsicherheiten nicht in die Vereinigten Staaten einreisen können. Das Land werde die Wissenschaftler, die auf der Flucht und in einer Notlage seien, an den Universitäten Heidelberg, Stuttgart und Tübingen beschäftigen, teilte das Wissenschaftsministerium der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart mit.

Derzeit tobt um das von US-Präsident Donald Trump verfügte Einreiseverbot ein Rechtsstreit mit offenem Ausgang. Die drei Forscher hatten dem Stuttgarter Ministerium zufolge konkrete Aufnahmezusagen an US-Universitäten, konnten dann aber nicht einreisen. Sie hätten Visaanträge gestellt, diese aber nach der Einreisesperre nicht bekommen, berichtete ein Ministeriumssprecher. Einige Forscher seien an Flughäfen etwa in der Türkei gestrandet.

Trump hatte unter anderem einen 90-tägigen Einreisestopp für Menschen aus sieben islamisch geprägten Ländern verfügt. Später setzte ein Gericht den Erlass aus. Seitdem hält das juristische Tauziehen um das Einreiseverbot an. (dpa)